Studie zum Mangel an Hafenflächen und zur Verbesserung des Lebensumfelds gestartet

14 Januar 2026
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Lesedauer: 3 Minuten

Die nationale Regierung, die Provinz Südholland, die Gemeinde Rotterdam und die Port of Rotterdam Authority starten eine Untersuchung im Rahmen von NOVEX um nach Lösungen für den zunehmenden Flächenmangel im Hafen zu suchen und das Lebensumfeld in der Region zu verbessern. Dies ist notwendig, um die Energie-, Rohstoff- und Materialumstellung des Hafens zu beschleunigen und gleichzeitig ein angenehmes Lebens- und Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

Eine Gruppe von Menschen steht gemeinsam auf dem Deck eines Bootes in einer Hafenumgebung. Im Hintergrund sind Container, Kräne und Schiffe zu sehen, was auf einen industriellen Hafenstandort hindeutet. Die Personen sind ordentlich in Geschäftskleidung gekleidet, darunter Anzüge und

Der Rotterdamer Hafen steht vor einer in seiner Geschichte einzigartigen Herausforderung, bei der nicht das Wachstum, sondern der strukturelle Wandel des Hafens im Mittelpunkt steht. Diese Umstellung ist unerlässlich, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur künftigen Ertragskraft, Versorgungssicherheit und strategischen Autonomie der Niederlande und Europas zu leisten.

Der hafenindustrielle Komplex ist ein entscheidender Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und spielt eine Schlüsselrolle für die Energieversorgung und die strategische Autonomie der Niederlande und Europas. Gleichzeitig werden die verfügbaren Flächen zunehmend knapper. Auch wenn durch den Rückgang von Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft Flächen frei werden, zeigen frühere Studien, dass diese Flächen selbst bei Nachverdichtung nicht ausreichen werden. Gleichzeitig muss das Lebensumfeld in der Region verbessert werden, da es derzeit nicht den angestrebten Standards entspricht.

Die nationale Regierung, die Provinz Südholland, die Gemeinde Rotterdam und die Port of Rotterdam Authority haben beschlossen, gemeinsam nach Lösungen für den Platzmangel im Hafen zu suchen. Dabei geht es sowohl um die Abwendung eines drohenden Flächenmangels als auch um die Verbesserung des Lebensumfelds in der Region Rotterdam. Wir untersuchen Lösungsmöglichkeiten, um Raum für die Energiewende zu schaffen, z. B. den Bau grüner Wasserstoffanlagen, den Import und die Speicherung von Wasserstoff (und Wasserstoffträgern) sowie die Anbindung von Offshore-Windparks. Darüber hinaus werden Fragen der Resilienz sowie die Bedeutung für Verteidigung und militärische Mobilität untersucht, wobei auch die Schaffung zusätzlicher Flächen eine wichtige Rolle spielt.

Die Bedeutung dieses Übergangs

Die Umstellung des Hafens ist nicht nur für die Nachhaltigkeit, sondern auch für die künftige Ertragskraft und Versorgungssicherheit der Niederlande und Europas von entscheidender Bedeutung. In der Studie werden drei wesentliche Handlungsrichtungen betrachtet, um dem Flächenmangel zu begegnen:

  1. Intensivierung und Optimierung der Flächennutzung innerhalb des bestehenden Hafens unter dem Leitprinzip eines „sorgfältigen Umgangs mit Raum“.
  2. Umgestaltung und Neuentwicklung von Gewerbegebieten in der weiteren Region Rotterdam.
  3. Seewärtige Erweiterung der Maasvlakte.

Eine seewärtige Erweiterung ist kein Selbstzweck und keine Selbstverständlichkeit, sondern eine der möglichen Lösungen, die untersucht werden. Gleiches gilt für die Neuordnung und Weiterentwicklung bestehender Gewerbegebiete in der Region. Bei einer eventuellen seewärtigen Erweiterung werden natürlich die ökologischen Auswirkungen, der Bedarf an Naturkompensation sowie die Auswirkungen auf die Fischerei berücksichtigt. Die relevanten Interessenträger werden in diesen Prozess einbezogen.

Nachhaltigkeit und Lebensumfeld

Die Verknüpfung des Flächenbedarfs des Hafens mit der Verbesserung des Lebensumfelds unterstreicht die Notwendigkeit einer vitalen Region und einer starken Metropolregion. Die Umgestaltung des Hafens kann nur gelingen, wenn die Region insgesamt gesund und nachhaltig weiterwächst. Die Verbesserung des Lebensumfelds bedeutet dabei nicht nur mehr Aufmerksamkeit für Natur und Erholung, sondern auch für die Gesundheit der Bewohner.

Strategische und militärische Bedeutung

Neben seiner wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung spielt der Hafen von Rotterdam auch eine unverzichtbare Rolle für die strategische Autonomie der Niederlande und Europas. Der Hafen bildet die Grundlage für die Lagerung und den Umschlag strategischer Güter und stellt die notwendige Infrastruktur für die militärische Mobilität bereit. Damit ist er von großer Bedeutung für die nationale und europäische Sicherheit sowie für die Logistik von NATO und Verteidigung.

Planung und weitere Schritte

Die Studie soll voraussichtlich bis Ende 2027 abgeschlossen werden. Abhängig von den Ergebnissen werden anschließend die nächsten Schritte festgelegt. Die beteiligten Parteien arbeiten eng zusammen, um die Studie sorgfältig, transparent und unter Einbeziehung der relevanten Interessengruppen durchzuführen.

[1] Im NOVEX-Gebiet des Rotterdamer Hafens arbeiten staatliche Betriebe (IenW, VRO, KGG, EZ, LVVN) und die Region (Provinz Südholland, Gemeinde Rotterdam und die Port of Rotterdam Authority) als Initiatoren zusammen, um den Raum sorgfältig zu nutzen, die Umstellung des Hafens zu beschleunigen und die strategischen Raumentscheidungen kohärent zu gestalten.