Energiewende

Port of Rotterdam Authority realisiert innovative Ausschreibung zur CO2e-Reduktion

14 Januar 2026
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Lesedauer: 2 Minuten

Carbonbid: 8 projecten ontvangen samen € 3,5 miljoen voor 575.000 ton CO2e-reductie

Die Port of Rotterdam Authority hat ein Ausschreibungsverfahren gestartet, bei dem teilnehmende Unternehmen eine finanzielle Vergütung erhalten können, wenn ihre betriebliche Tätigkeiten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Hafengebiet beitragen. Der Grundgedanke dieses sogenannten „Carbonbid“ besteht darin, dass diejenigen Projekte gefördert werden, die die meisten CO2-Äquivalente zu den geringsten Kosten reduzieren. Das Ergebnis des ersten Carbonbid-Prozesses ist, dass acht Projekte zusammen die Emissionen im Hafengebiet um 575.000 Tonnen CO2e reduzieren und die Port of Rotterdam Authority dafür über einen Zeitraum von vier Jahren 3,5 Millionen Euro zahlt. Das sind durchschnittlich 6 Euro pro Tonne CO2e.

Die Gewinner von Carbonbid. Foto: Marc Nolte
Die Gewinner von Carbonbid. Foto: Marc Nolte

Boudewijn Siemons, CEO der Port of Rotterdam Authority: „Es wird immer viel Wert auf die Reduzierung der CO2-Emissionen in der Industrie gelegt, aber auch Unternehmen in der Logistik und viele Arten von Dienstleistern haben Emissionen. Wir wollen Carbonbid nutzen, um diese Parteien, wo nötig, davon zu überzeugen, nachhaltiger zu werden. Durch die Ausschreibung können wir den höchsten CO2-Ausstoß am kostengünstigsten reduzieren. Ich bin angenehm überrascht, wie vielfältig die Projekte sind und dass wir mit diesem Budget so große Mengen Treibhausgas aus der Luft fernhalten können. Carbonbid ist ein innovativer Weg, um mit relativ wenig Geld zur Erreichung von Klimazielen beizutragen.“

Die Port of Rotterdam Authority hat sich bewusst dafür entschieden, nur Projekte zuzulassen, die zu einer Emissionsreduzierung innerhalb des Hafengebiets beitragen. Außerdem sind Emissionen, die unter das ETS (Europäisches Emissionshandelssystem) fallen, ausgeschlossen, und es gibt pro Projekt einen Höchstbetrag, damit viele verschiedene Initiativen honoriert werden können.

Acht Gewinnerunternehmen

Zu den Gewinnern gehören folgende Unternehmen: Xirqulate (Verarbeitung von verunreinigtem Hafenschlamm aus der Slufter zu Rohstoffen), Superflox (mobile Schiffsentgasung, die es überflüssig macht, dass Schiffe ihre Ladungsreste auf See entlüften), ECT (Ersatz von Diesel-AGVs durch elektrische), Steinweg (Ersatz von Diesel-Reachstackern durch elektrische), Celsius (mobile Landstromversorgung), Fleet Robotics (Rumpfreinigung von kleinen See- und Binnenschiffen), Den Bosch / Nijmegen Max (Umrüstung von zwei Binnenschiffen von diesel-elektrisch auf batterie-elektrisch), Kalmar (innovative elektrische Reachstacker).

Jury und Wirtschaftsprüfung

Das Ausschreibungsverfahren von Carbonbid durchlief mehreren Phasen. Von den 54 eingereichten Vorschlägen hat die Port of Rotterdam Authority zunächst geprüft, ob sie die Bedingungen erfüllen. Anschließend wurden die Teilnehmer durch eine breit zusammengesetzten Fachjury zur Durchführbarkeit der Vorschläge befragt. Letztendlich bewertete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, ob die angestrebte CO2e-Reduzierung messbar und überprüfbar ist. Am Ende blieben 20 Projekte übrig. Mit den acht Unternehmen, die den geringsten finanziellen Beitrag pro vermiedener Tonne CO2e von Port of Rotterdam Authority benötigten, wurden nun Verträge geschlossen. Mit diesen acht Verträgen ist das Budget in Höhe von 3,5 Mio. Euro ausgeschöpft. Angesichts des Erfolgs von Carbonbid erwägt die Port of Rotterdam Authority, eine weitere Ausschreibungsrunde zu tätigen.